Süßlicher Teegeruch umschmeichelt meine Nasenspitze, langsam steige ich in den hell-erleuchteten Kellerbereich der Garystr. 45 herab. Überall wuseln Menschen herum. Schnell habe ich die Quelle des Geruchs ausgemacht, eine Teeküche in der Sneha, Japleen und ihrer Freundinnen unteranderem Shikanji, Lassi, Milchtee und Bhel- einen indischen Snack vorbereiten. Mir läuft schon das Wasser im Munde zusammen. Jedoch gilt es erst einmal mit den Anderen die Räume vorzubereiten. Nachdem die Räume geschmückt sind und langsam schon die ersten Gäste eintrudeln, kommen auch die Lieferanten des indischen Restaurants bei denen wir bestellt hatten. Sie bringen neben anderen Köstlichkeiten auch Samosas und Tandoori Chicken.
Japleen, Sneha und Gauri stehen schon in den Startlöchern um ihrer Präsentationen zu halten doch leider verzögert sich alles, da wir Probleme mit der Bildübertragung vom Laptop zum Beamer haben. Der Beamer will einfach nicht den Laptopbildschirm an die Wand projizieren. Geschafft! Es kann losgehen, oder? Nein, leider doch noch nicht, da wir jetzt die Präsentation am Laptop nicht öffnen können.Doch Japleen hat die rettende Idee; Manzi, eine ihrer Freundinnen wird beauftragt ihren Laptop mitzubringen und bis zu Manzis Erscheinen, unterhalten wir die Gäste mit moderner indischer Musik.
Nach einer Weile geht’s endlich los! Japleen zeigt anhand von schönen Fotos wie eindrucksvoll ihr Heimatland ist. Gauri und Sneha informieren die lauschende Menge über den Hinduismus, Musik und Feiertage des riesigen Subkontinentes. Es herrscht eine bedächtige Stille, die nur ab und zu durch den Ruf: „Nils“ unterbrochen wird. Ich hatte nicht richtig aufgepasst und zu spät den nächsten Slide der Präsentation aufgerufen.
Schließlich kam es noch zum Höhepunkt der Veranstaltung, angekündigt durch die Bekanntmachung; „Das Buffet ist eröffnet“ und schon bildete sich eine lange Schlange in Richtung Teeküche. Dort wurde sich Essen auf die Teller getürmt und indische aber auch ‘deutsche’ Getränke fanden ihre Abnehmer. Leere Schüsseln und Teller bescheinigten uns die Qualität der Speisen und Getränken.
Um was gegen die vollen Bäuche zu tun, ließen wir den Abend noch mit indischer Musik ausklingen. Japleen, Sneha Gauri, Mansi, und ihre Freundinnen ließen es Krachen und zeigten uns einige moderne indische Musikstücke und wie man dazu das Tanzbein schwang. Sogar wir Jungs tanzten mit Begeisterung mit und die Trägheit nach dem Essen war wie weggeblasen.
Was für ein Abend! Ein wenig Indien mitten im verschneiten Dahlem! Danke an alle Beteiligten!
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